»Das Schlachtefest am 24.09.2016
in der Schutzhütte in der Bülte war ein voller Erfolg. Vielen Dank an alle Besucher.«

 



Absolut sehenswert: Das Barock-Wasserschloss Vinsebeck.

Das Wasserschloss Vinsebeck wurde 1720 im Stil des Barock auf einer quadratischen Insel am Heubach errichtet. Die ehemalige Sommerresidenz der Paderborner Domherren ist in Privatbesitz und von innen und außen zu besichtigen.
(Besichtigungstermine nach Vereinbarung unter Telefon: 05233-9538804)

Geschichte
1720 ließ es der Drost Johann Friedrich Ignaz mit seinen drei Brüdern Ferdinand Ernst Adam, Adolph Franz Friedrich und Mauritz Lothar von der Lippe - allesamt Domherren in Paderborn - errichten. Das Schloss diente als Sommerresidenz der Paderborner Domherren. Baumeister war Justus Wehmer. 1767 starb mit Moritz Anton Freiherr von der Lippe die männliche Stammeslinie Vinsebeck der Familie von der Lippe aus, so dass das Schloss an dessen Schwester Theresia, verheiratet mit Hermann Werner von der Asseburg zu Hinnenburg fiel. Theresia vererbte das Schloss nebst den anderen Gütern an ihre Tochter Antonette, welche mit Johann Ignatz Graf Wolff-Metternich zur Gracht verheiratet war. Um 1795 klagte die Wintruper Linie gegen die Grafen von Wolff-Metternich um die Herrschaft Vinsebecks. Der Kläger ging gegen einen Familienvertrag von 1767 an, der das Schloss indirekt den Grafen zu Wolff-Metternich vererbte. Der erfolglose Prozess zog sich über 40 Jahre hin. Heute steht Schloss Vinsebeck im Eigentum von Simeon Graf Wolff Metternich.

Ausstattung
Das barocke Wasserschloss steht auf einer quadratischen Insel, die von einer 17m breiten, wassergefüllten Gräfte umgeben ist. Zu der terrassenförmigen Fläche vor der Hauptfront gelangt man über eine seitliche Brücke. Der das Schloss umgebende Garten mit Neptunbrunnen und Steinfiguren ist nur noch teilweise in seinen barocken Formen erhalten. Die Innenausstattung des Italienischen Zimmers, des Driburger Zimmers, des Grünen Zimmers, des Mohrenzimmers und des Chinesenzimmers ist weitgehend bauzeitlich erhalten. Sehenswert sind die Stuckarbeiten und ganzflächig bemalte Leinentapeten in den Räumen.

Besonderheiten
Das Schloss diente 1957 bei den Dreharbeiten von "Der tolle Bomberg" (mit Hans Albers, † 1960) als Kulisse, ebenso im Jahr 1973 für Peter Beauvais Film "Griseldis" (mit Sabine Sinjen, † 1995) nach dem Roman von Hedwig Courths-Mahler.
Quellennachweis: Fakten-uber.de/schloss_vinsebeck
(Keine Gewähr auf Korrektheit und Vollständigkeit!)

Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist zu Vinsebeck.

Nach Übertritt des Geschlechtes von der Lippe zum Protestantismus 1605 wurde die jetzige Dorfkirche erbaut mit angebauter Begräbniskapelle (diese wurde 1850 zum Chor umgewandelt). Im Zuge der Gegenreformation 1662 wurde die Herrschaft und damit auch die Dorfbevölkerung sowie die Kirche wieder katholisch (St. Johannes). Der Kirchenbau wurde 1668 durch zwei große Kreuzflügel erweitert. Außen schlicht, bietet er innen prächtige Barockaltäre und Renaissance-Epitaphien. Der jetzige Turm folgte 1740. Im Dreißigjährigen Krieg wurden aufgrund der Zerstörungen Dörfer und zum Teil auch deren Rodungen aufgegeben und bewaldeten sich wieder. Außerdem kam es zu Raubzügen des "Tollen Christian" von Braunschweig und Truppen Tillys. Kurze Zeit später, 1672, suchten Cholera und Ruhrepidemien das Gebiet heim. In Vinsebeck wird seit Ende der Epidemien jährlich eine Lobeprozession (Gelöbnis-Prozession) zum Fest Johannes' Enthauptung veranstaltet.
Quellennachweis: Wikipedia.de (Keine Gewähr auf Korrektheit und Vollständigkeit!)